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Wenn der Einheitsansatz nicht passt: Gründe für die maßgeschneiderte Cloud  

Von Lilac Schoenbeck, Senior Manager of Product Marketing for Cloud Computing, BMC Software. 

 

Datum: 24 Feb 2012

Benutzer erhalten, was sie benötigen Der charakteristische Cloud-Benutzer wird meist so vieldeutig beschrieben, dass jede Rolle oder Funktion dabei abgedeckt wird — von einem Forscher, der eine komplexe statistische Berechnung ausführen muss, über einen Entwickler, der seinen Programmcode routinemäßig in neuen Instanzen einer Umgebung testet, bis hin zu einem Marketing-Mitarbeiter, der ausreichend „Website Kapazität“ zur Unterstützung von weiteren 1.000 gleichzeitigen Zugriffen bereitstellen muss. Selbst die elementarsten Clouds, wie etwa jene zur Unterstützung von Entwicklungsarbeiten, verfügen über unterschiedlichste Benutzertypen. Einige Entwickler benötigen zum Schreiben eines Programmcodes möglicherweise eine Software-Entwicklungsumgebung, die mit einer Laufzeitumgebung für Multitier-Anwendungen verbunden ist. 

Andere Mitarbeiter in der Qualitätssicherung benötigen unter Umständen eine Einzelinstanz einer Anwendung, die sich schnell rekonstruieren lässt. Skalierbarkeitstester benötigen eine Simulationsumgebung zum Testen mehrerer tausender Benutzer und Transaktionen. Fügen Sie dieser Cloud eine Gruppe von Benutzern im Bereich Research & Development hinzu, die neben einem Betriebssystem einige erweiterte Statistikpakete benötigen, oder Finanzanalysten, die Simulationen durchführen möchten, und schon sind wir bei einem halben Dutzend verschiedener Cloud-Service-Konfigurationen angelangt. Dabei sind Unterschiede in der Instanzgröße, Anforderungen für Überwachung und Service Level Agreements (SLA) oder Sicherheits- und Compliance-Optionen noch lange nicht eingerechnet. Selbst in diesen einfachen Fällen wird deutlich, dass jeder Benutzer einen speziellen Cloud-Service benötigt, um seinen Anforderungen angemessen nachkommen zu können.

Bedienung der Massen

Im Wesentlichen gibt es drei Optionen, wie Unternehmen dieser Vielfalt an Anforderungen begegnen können:

»» Standardmodell ohne Wahlmöglichkeiten —Den Benutzern wird ein elementarer, Standard-Cloud-Service ohne individuelle Anpassung zur Verfügung gestellt, unabhängig von ihren Wünschen.

»» Verschiedene Cloud-Modelle —Den Benutzern wird genau das gegeben, was sie möchten, und eine ganze Bibliothek verschiedener Images wird erstellt, um jeder Anforderung gerecht zu werden.

»» Der modulare Cloud-Service —Ein modulares Konzept wird entwickelt, um jedem Benutzer das Gewünschte bereitzustellen, und auf Anfrage unterschiedliche Komponenten zu kombinieren.

OPTION 1: STANDARDMODELL OHNE WAHLMÖGLICHKEITEN

Wenn sich ein Unternehmen dem zugegebenermaßen schönen Traum der Standardimages verschreibt, werden sich einige angenehme Vorteile zeigen. Wenn diese Images nur ein Betriebssystem beinhalten, das entsprechend den Standards im Unternehmen konfiguriert ist, wird die Vielfalt der Umgebung deutlich verringert und dadurch deren Verwaltung vereinfacht. Wenn es gelingt, eine Reihe standardmäßiger Images mit vollständigen Stacks zu entwickeln, werden diese kleinen Bibliotheksimages relativ einfach zu verwalten sein. Die Nachteile sind klar. Indem Konformitätsaufgaben an den Benutzer übergeben werden, muss der Benutzer gewissermaßen die Anforderungen der IT erfüllen und nicht umgekehrt.

Darüber hinaus übernehmen die Benutzer die Installation und Konfiguration nach der Bereitstellung, damit sie den Cloud-Service erhalten, den sie benötigen. Ein großer Teil der Benutzer wird sich abwenden, da sie wissen, dass die Cloud-Umgebung ihre Anforderungen nicht erfüllt.

Viele der Vorteile einer Cloud, die sich durch Skalierung und Konsolidierung erzielen lassen, sind schwieriger zu erreichen, wenn weniger Benutzer die Umgebung unterstützen. Diese finden möglicherweise andere Wege, an ihr Ziel zu gelangen, entweder durch Public Clouds oder die Verwaltung physischer Umgebungen.

OPTION 2: VERSCHIEDENE CLOUD-MODELLE

Eine Anforderung führt zur nächsten, und die Benutzer beginnen, nach kleinen Änderungen und Anpassungen zu fragen, um den Cloud-Service für sich zu verbessern. Zwar mag ein harter Kurs beim Thema Anpassung prinzipiell einfach zu beschreiben sein, jedoch ist seine Umsetzung in der Praxis weitaus schwieriger. Es gibt immer dringende Ausnahmen oder bedeutende Anforderungen, die man einfach nicht ablehnen kann.

Und schon steigt die Anzahl ins Unermessliche. Die Benutzer erhalten, was sie möchten — aber zu welchem Preis? Die Verwaltung von Imagebibliotheken ist kein Kinderspiel. Patches müssen angewendet und Updates verwaltet werden. Im Grunde werden diese vielen hundert Images zu einer ganz neuen Reihe von Software-Stacks, die neben ihren eigenen Instanzen, die zur Cloud-Infrastruktur gehören, regelmäßig verwaltet werden müssen. Es ist eine Herausforderung, der sich die meisten IT-Teams nicht stellen möchten.

OPTION 3: DER MODULARE CLOUD-SERVICE

Bei der dritten Option ist die größte Anpassung für den Benutzer möglich — und interessanterweise auch die größte Anpassung für den Administrator. Wenn sich alle Cloud-Services aus verschiedenen Komponenten zusammensetzen lassen — Betriebssystemen, Anwendungen, Middleware, Datenbanken, Überwachungstools usw. — lässt sich ein System erzielen, in dem der Benutzer jedes einzelne Teil unabhängig auswählen kann, und diese Teile danach auf Anfrage durch das Cloud-Bereitstellungssystem zusammengesetzt werden.

Über einen Servicekatalog — die gesammelten Optionen der Cloud-Welt — kann die IT die Auswahlmöglichkeiten, rollenbasierte Genehmigungen sowie sichere Regeln für die Umgebung bestimmen. Und über das Portal können die Benutzer ihre eigenen Services entsprechend ihrer Anforderungen konfigurieren. Da keine Images vorhanden sind, gibt es keine Probleme mit der Imageverwaltung. Die Kunst besteht jedoch in einem stabilen, automatischen Bereitstellungsmodul, einem modularen Weg der Cloud-Servicebeschreibung und einem Servicekatalog, in dem diese Beschreibungen in Angebote für jeden Benutzer übersetzt werden.

Die Vorteile eines modularen Ansatzes

Da mit der Cloud ein Zeitalter des dynamischen Computing eingeläutet wird, nimmt die Bedeutung von Cloud Management und Business Service Management (BSM) weiterhin zu. Der modulare Ansatz ist dabei die effektivste Lösung. Angesichts jahrzehntelanger Erfahrung mit komplexen, heterogenen IT-Umgebungen — sowohl virtuellen als auch physischen, auf Tausenden von Servern — bildet die natürliche Vielfalt des Rechenzentrums seit jeher Lösungen auf Basis von BSM.

Dieser umfassende Ansatz hilft IT-Organisationen dabei Kosten zu senken, Risiken zu verringern und den Gewinn zu erhöhen.

Durch die Anpassung der Cloud — und durch die Möglichkeit für den Kunden, seine Cloud-Services anzupassen — werden nicht nur die Anforderungen der IT, sondern auch jene der Benutzer abgedeckt. Das ist der Unterschied zwischen maßgeschneiderten Lösungen und einem Einheitsansatz.

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